Die EU-Datenschutzgrundverordnung stellt die Betriebe im Kreis vor besondere Herausforderungen. Beim Frühstück der Fachleute am 4. September stand der Umgang mit der DSGVO in den Unternehmen im Mittelpunkt. „Nach der Panik folgt der Blick auf das für uns Wesentliche“ lautete das Motto. 

Rund 20 Teilnehmer sind der Einladung zum 17. Frühstück der Fachleute nachgekommen. Die Runde ist in den Räumlichkeiten der MAFA-Sebald Produktions-GmbH in Breckerfeld zusammengekommen. Der Geschäftsführer Kim-Hermann Sebald, Vorstandsmitglied des Vereins, übernahm die Begrüßung der Runde und riss das Thema des Treffens an. Referent Achim Gilfert veranschaulichte die Umstellung nach der DSGVO anhand der EN-Agentur, die mit der Wirtschaftsförderung im Kreis betraut ist. Als Beauftragter für den Datenschutz hat er dort die nötigen Schritte umgesetzt.

Wichtig sei vor allem die Dokumentation jedes Vorgangs, in dem personenbezogene Daten verarbeitet werden. So müssen Betroffene ausdrücklich ihre Zustimmung erteilen, dass ihre Daten gespeichert und verwendet werden dürfen. Eine lückenlose Aufzeichnung darüber schafft rechtliche und unternehmerische Sicherheit für die einzelnen Betriebe.

Allerdings gibt es Möglichkeiten, den gesamten Aufwand im Vorfeld kleinzuhalten und die internen Abläufe zu vereinfachen. Je weniger Arbeitsschritte auf personenbezogene Daten zugreifen, desto kleiner fällt die Dokumentation aller Vorgänge aus. Datenschutz funktioniert am besten, wenn so wenige Daten als möglich verbreitet werden. Es bietet sich an, sensible Daten von vornherein elektronisch zu verschlüsseln bzw. an einem sicheren, verschlossenen Ort aufzubewahren.

Der Austausch untereinander gestaltete sich bei diesem Thema sehr intensiv. „In unserem Betrieb stoßen wir an unsere Kapazitätsgrenzen, wenn wir alle Änderungen sofort umzusetzen wollen. Verbindliche Auskünfte sind dabei auch von Anwälten häufig nur selten zu erhalten“, äußerte sich einer der Teilnehmer besorgt. Die eine Lösung für alle gibt es nicht. „Jeder Betrieb muss für sich die beste Lösung erarbeiten, wobei der Austausch bei so einer Sache durchaus weiterhilft“, sagte ein weiterer Teilnehmer abschließend bevor Herr Sebald die Mitglieder von FachwerkMetall zu einem Rundgang durch sein Unternehmen einlud.

Das nächste Treffen des Metaller-Netzwerks findet bereits am 27. September in der Zeit von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Dann bei der Firma SSK van Schaewen in Wetter. Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie auf www.fachwerkmetall.de