„Wir verkaufen keine Schrauben. Wir verkaufen Verfügbarkeit“, lautet das Erfolgsrezept und Geschäftsmodell der Fa. Screwerk GmbH aus Lüdenscheid, bei dem FachwerkMetall gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 eStandards zu Gast war. Rund 30 Unternehmer nahmen an dem Treffen teil, ein Großteil Metaller, einige Schraubenspezialisten. Aber was macht Screwerk und wieso sind sie als das am schnellsten wachsende Unternehmen Deutschlands bekannt?

Screwerk versteht sich selbst nicht als Produzent, sondern vielmehr als Logistikunternehmen. Hier können Firmen Schrauben für Kunststoffe in kleinen Losgrößen kaufen. Egal ob 14, 450 oder 4.500 Stück – Alle Mengen, die für die Produzenten unter der Mindestabnahmemenge liegen, sind für Screwerk ein Geschäft. Und geliefert wird umgehend, wie man es von bekannten Online-Warenhäusern und Versandhändlern kennt.

Spannend ist es auch hinter den Kulissen. Die Firma ist durchdigitalisiert – d.h. Über einen Onlineshop werden Schrauben bestellt, ein Auftrag erstellt, Ware Komissioniert und versandfertig gemacht, innerhalb von Minuten. Vertriebsmitarbeiter o.ä. gibt es nicht. Es gibt nur Google Ad-Words. Ein Trupp aus  Softwareentwicklern und Ingenieuren (Graph-IT) entwickelt das auf open-source Standards basierte ERP System, in dem auch eine Reihe älterer Fertigungsanlagen eingebunden sind und welches die Produktion bedarfsgerecht steuert. Offene Standards und damit die Unabhängigkeit von proprietären Lösungen ist den Geschäftsführern am wichtigsten und in Ihren Augen auch am nachhaltigsten…. Schrauben – und seit kurzem auch Nieten – sind dabei das Medium. Das Konzept basiert auf ‚Verfügbarkeit‘.

Ein wirklich spannender Besuch mit einem umfangreichen Einblick in ein Unternehmen! Herzlichen Dank an Herrn Hoffmann und die Fa. Screwerk GmbH sowie dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 „eStandards“